Drucken

Honig ist am Anfang immer flüssig, sonst könnte man ihn nicht schleudern. Die Ausnahme dabei ist Heidehonig.

Schaut man sich Honiggläser an, so fällt auf, dass es Honige gibt, die auskristallisieren und damit fest sind und andere die flüssig bleiben.

Bei den meisten Honigen ist die Sache ganz übersichtlich. Es gibt drei Komponenten:

Wasser (weniger als 20%) und die beiden Zucker Fruktose und Glukose.

Überschreitet einer der beiden Zucker eine gewisse Konzentration so beginnt er zu kristallisieren. Die wässrige Lösung ist gesättigt an diesem Zucker. Der Sättigungspunkt ist überschritten. Die notwendige Höhe der Konzentration ist abhängig von der Temperatur. Bei höherer Temperatur lösen sich mehr Moleküle des Zuckers im Wasser. Auskristallisierten Honig kann man durch vorsichtiges Erwärmen wieder verflüssigen. Die Temperatur darf dabei 40 °C nicht überschreiten.

Je nach Zucker ist die Löslichkeit unterschiedlich. Glukose ist weit weniger löslich als Fruktose. Der feste Anteil des Honigs besteht daher meist aus Glukose.

Da Blütenhonig in der Regel mehr Glukose enthält als Fruktose, kristallisiert er früher aus.

Ob man lieber flüssigen oder festen Honig mag ist Geschmackssache. In beiden Fällen ist es aber reiner Imkerhonig, der nach der Schleuderung der Waben ohne Zusätze abgefüllt wurde.

Sehr beliebt ist der cremige Honig, er ist weder fest noch flüssig. Wird der Honig vor dem Abfüllen in die Gläser gerührt, dann werden die sich bildenden Kristalle zerschlagen und der Honig ist cremig.